Wer im Re-Spire Westerwald Projekt in den Waldboden blickt, sieht, wie die Zukunft klimaresilienter Wälder in Deutschland aussehen kann. Ein junger Eichensetzling schiebt sich kräftig durch den Boden. Nur wenige Meter weiter wächst eine junge Buche.
Unser Team war kürzlich vor Ort im Re-Spire Westerwald Projekt, um den Zustand der neu angelegten Bestände zu prüfen und unser langfristiges Ökosystem-Monitoring offiziell zu starten. Ziel des Besuchs war es, Wachstumsdaten direkt im Feld zu erfassen und sicherzustellen, dass die Fläche auf ihrem langfristigen Weg zu einer robusten CO₂-Senke aktiv begleitet und geschützt wird.
So verbindet das Re-Spire Projekt waldbauliche Planung, kontinuierliche Pflege und präzises Monitoring, um hochwertige, biodiversitätsfördernde Carbon Assets aufzubauen, die den klimatischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte standhalten können.
Die Grundlage einer dauerhaften CO₂-Senke liegt in ihrer genetischen und strukturellen Vielfalt. Das Re-Spire Westerwald Projekt setzt deshalb bewusst nicht auf artenarme, historisch gewachsene Reinbestände, sondern auf eine vielfältige Mischung aus rund 20 klimaangepassten, tiefwurzelnden heimischen Baumarten.
„Was wir hier schaffen, ist kein Wald für die nächsten paar Jahre, sondern für zukünftige Generationen“, erklärt Bernhard Kloft, der das Projekt als lokaler Förster begleitet. „Vielfalt ist der Schlüssel, um Wälder aufzubauen, die Trockenheit, Hitze und künftigen Klimaextremen besser standhalten können.“
Mit Baumarten wie Traubeneiche (Quercus petraea) und Rotbuche (Fagus sylvatica) wird der Wald so entwickelt, dass er mehrere wichtige Ökosystemleistungen gleichzeitig erbringen kann:
Für die lokalen Gemeinden ist das Re-Spire Projekt damit nicht nur eine Maßnahme zur Waldwiederherstellung. Es ist auch eine sichtbare Antwort auf Veränderungen, die in der Region längst angekommen sind.
„Die Schäden in unseren Wäldern waren in den letzten Jahren nicht zu übersehen“, sagt Dennis Liebenthal, Bürgermeister von Girod. „Projekte wie Re-Spire machen Klimaschutz greifbar, weil die Menschen direkt sehen können, wie geschädigte Waldflächen wiederhergestellt werden.“
Vor Ort im Re-Spire Westerwald Projekt: Bernhard Kloft, Förster, und Dennis Liebenthal, Bürgermeister von Girod, teilen ihre lokale Perspektive auf Waldwiederherstellung und Klimaresilienz.
Wenn sich ein Ökosystem erholt, kehren auch Wildtiere zurück. Das ist ein positives Zeichen für die ökologische Entwicklung der Fläche. Gleichzeitig entstehen dadurch konkrete Risiken, die langfristig gemanagt werden müssen. Während unseres Standortaudits im Re-Spire Westerwald Projekt dokumentierte unser Team deutliche Wildaktivität in mehreren Projektbereichen.
Im Frühjahr und Sommer zeigen männliche Rehe ein natürliches Verhalten, das als Fegen bezeichnet wird. Dabei reiben sie ihr Geweih an jungen, flexiblen Baumstämmen, um den Bast zu entfernen und ihr Revier zu markieren. Ohne Schutzmaßnahmen kann dieses Verhalten die Rinde beschädigen, den Stamm ringeln und innerhalb kurzer Zeit zum Absterben junger Bäume führen.
Junge Setzlinge im Re-Spire Westerwald Projekt werden mit einzelnen Baumschutzhüllen geschützt, um Verbiss und Schäden durch Fegen während der kritischen ersten Jahre der Waldentwicklung zu reduzieren.
Genau deshalb reicht es bei hochwertigen Carbon Projekten nicht aus, Bäume zu pflanzen und die Fläche anschließend sich selbst zu überlassen. Langfristige Waldpflege ist entscheidend, um Anwuchsraten zu sichern, Risiken frühzeitig zu erkennen und die Entwicklung des Bestands aktiv zu begleiten.
Der operative Ansatz im Re-Spire Projekt umfasst deshalb:
„Um unter sich verändernden Klimabedingungen stabile Wälder aufzubauen, ist kontinuierliche Pflege entscheidend“, sagt Bernhard Kloft. „Junge Wälder sind in den ersten Jahren besonders verletzlich. Sie brauchen Schutz, Monitoring und die Möglichkeit, Managementmaßnahmen anzupassen, wenn sich Bedingungen verändern.“
Echte ökologische Integrität lässt sich nicht allein über Desktop-Modelle oder Fernerkundung nachweisen. Gerade im voluntary carbon market bleibt präzises Ground-Truthing im Feld entscheidend, um Risiken realistisch zu bewerten und die langfristige Permanenz eines Projekts zu überprüfen.
Während unseres Projektbesuchs hat unser Team permanente Probeflächen innerhalb des Re-Spire Projektgebiets eingerichtet. Sie bilden die Grundlage für ein kontinuierliches Datenerfassungsprogramm, mit dem die Entwicklung des Waldes langfristig überprüfbar dokumentiert wird.
Durch die physische Vermessung der Bäume und die regelmäßige Prüfung dieser Probeflächen erfassen wir unter anderem:
Die enge und langfristige Abstimmung mit lokalen Forstämtern und kommunalen Entscheidungsträgern stellt sicher, dass diese Datenerhebung nicht isoliert erfolgt, sondern in lokale Governance-Strukturen und die regionale Flächenverantwortung eingebunden bleibt.
Für Harald Quirmbach, Bürgermeister von Großholbach, ist genau diese langfristige Perspektive zentral: „Wir investieren hier nicht nur in Wälder, wir investieren in die Zukunft unserer Gemeinden und kommender Generationen. Re-Spire zeigt, dass regionaler Klimaschutz direkt vor Ort sichtbare Wirkung entfalten kann.“
Vor-Ort-Monitoring im Re-Spire Westerwald Projekt: FORLIANCE’s Konrad Hentze, Alona Mikhova und Förster Bernhard Kloft vermessen junge Bäume auf permanenten Probeflächen, um Überlebensraten, Biomassezuwachs und die langfristige Waldentwicklung zu erfassen.
Wiederaufforstungsprojekte entfalten ihren Wert nicht in wenigen Jahren. Sie brauchen systematische Begleitung über Jahrzehnte hinweg. Mit unserem integrierten Monitoringprogramm, das praktische Feldmessungen mit hochauflösender Drohnen-Photogrammetrie kombiniert, behalten wir die Gesundheit und Entwicklung des Waldes kontinuierlich und überprüfbar im Blick.
Für zukunftsorientierte Unternehmen, die nach hochwertigen, regional verankerten Nature-based Solutions in Europa suchen, bietet das Re-Spire Westerwald Projekt ein transparentes und rechtlich abgesichertes Asset. Statt generische, schwer nachvollziehbare Offsets zu erwerben, erhalten Partner datenbasierte Einblicke in genau die Waldflächen, deren Entwicklung sie mitfinanzieren.
Diese direkte Verbindung zwischen Unternehmen, lokalen Gemeinden und messbarer Waldentwicklung ist eine der zentralen Stärken des Re-Spire Projekts. Sie macht Klimaschutz von einem abstrakten Versprechen zu einer konkreten, überwachten und lokal verankerten Investition in Resilienz.
„Klimaschutz beginnt nicht irgendwo weit weg, sondern direkt vor unserer eigenen Haustür“, sagt Dennis Liebenthal, Bürgermeister von Girod. „Genau das macht Initiativen wie Re-Spire für unsere Region so wichtig.“
Die lokale politische Infrastruktur ist etabliert, der wissenschaftliche Rahmen steht und das Vor-Ort-Monitoring ist aktiviert. Gemeinsam mit Partnern wollen wir dazu beitragen, die resilienten Wälder von morgen aufzubauen.
Wenn Sie mehr über das Re-Spire Projekt erfahren, Einblicke von unserem jüngsten Projektbesuch erhalten oder herausfinden möchten, wie Ihr Unternehmen die Resilienz deutscher Wälder direkt unterstützen kann, kontaktieren Sie unser Team.
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